Für Aussenfensterbänke wird zunächst das Fenster geöffnet und mit einem Metermass angesetzt. Gemessen wird für die Länge die sogenannte Laibung, also der Ausschnitt aus der Fassade, in dessen Vertiefung das Fenster sitzt. Dabei ist die Messung im Lot dem rechten Winkel nach wichtig. Ältere Fensterbänke können durch Wetter und andere Einflüsse im Aussenbereich verzogen, gebeult oder in anderer Art verformt sein. Unter Zuhilfenahme einer Wasserwaage misst man dann den exakten Abstand von Wand zu Wand. Ist eine Einlassung an den Seiten der Wände gewünscht, muss diese addiert werden.
Zur Länge kommt die Ausladung. Diese beschreibt die Laibungstiefe. Das Metermass wird dafür hinten an der Unterkante am Blendrahmen im Übergang zwischen Fenster und Fensterbank angesetzt. Gemessen wird bis zur äusseren Kante der Maueröffnung. Dann sollten noch 3 bis 4 cm hinzugegeben werden, um einen Überstand zu erzeugen. Hier kann Nässe überlaufen, ohne direkt an der Fassade herunterzulaufen. Das verhindert Schäden und Verfärbungen.