Es ist im Grunde reine Physik: Die waagerechte Fläche direkt unterhalb der Fensterscheibe ist höheren Belastungen ausgesetzt als andere Teile des Fensters. An heissen Sommertagen scheint stundenlang die Sonne darauf, im Herbst belasten Regen und Hagel die Oberfläche, und im Winter setzt sich auch noch Schnee darauf ab.
Was ein Kunststofffenster vielleicht noch aushalten mag, ist für Holzfenster purer Stress. Passen Sie jetzt nicht auf, blättert innerhalb kürzester Zeit der Lack ab. Und ist die schützende Lasur erst einmal abgetragen, kann die Feuchtigkeit ungehindert ins Holz eindringen und es nach und nach zersetzen. Ältere Holzfenster sind dafür besonders anfällig und benötigen in regelmässigen Abständen einen entsprechenden Anstrich.
Um das Holz dauerhaft zu schützen, können Sie aber auch einfach Fenster mit Wetterschenkel montieren. Durch die schräg nach unten weisende Konstruktion am Flügel kann Regenwasser problemlos abfliessen, während die sogenannte Tropfkante dafür sorgt, dass es nicht in die Fuge zwischen Fensterflügel und Blendrahmen eindringt. Diese Wassernut unterhalb der Wetterschutzschiene lässt das Wasser gefahrlos abtropfen.